Revolution im Konzertsaal

Das Stuttgarter Kammerorchester spielt nicht mehr von Papiernoten, sondern von iPads – als erstes Berufsorchester in Deutschland. Für die technische Umsetzung dieses unkonventionellen Digitalisierungsprojektes war SPIRIT/21 ein zentraler Ansprechpartner der das SKO ganzheitlich unterstützte.

Stuttgarter Kammerorchester setzt digitale Notenblätter ein

Über das Stuttgarter Kammerorchester

1945 gegründet zählt das Stuttgarter Kammerorchester zu den ältesten Kammerorchestern weltweit. Als eines der renommiertesten Ensembles seiner Art nimmt es seit über 70 Jahren einen herausragenden Platz in der internationalen Orchesterlandschaft ein. Das SKO unternimmt regelmäßig Tourneen und Gastspielreisen auf der ganzen Welt und tritt in seinen Konzerten sowohl in der Originalbesetzung mit 17 Streichern als auch in sinfonischer Besetzung und mit vielen international bekannten Solisten auf.

Ausgangslage

Die Idee, Papiernoten durch digitale Notenblätter zu ersetzen, hatten die Verantwortlichen des Stuttgarter Kammerorchesters schon vor Jahren diskutiert. Doch die Technik war noch nicht weit genug, außerdem fehlten die finanziellen Mittel. Den Stein ins Rollen brachte schließlich das Förderprogramm ZUKUNFTSSTARK des Landes Baden-Württemberg, das Anfang 2022 die Finanzierung der iPads sicherte.

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Mit den neu angeschafften iPads aus dem Apple Store Sindelfingen war eine wichtige Voraussetzung geschaffen. Im nächsten Schritt musste sichergestellt werden, dass die Technik auf der Bühne und bei den Proben reibungslos funktionierte und die Musikerinnen und Musiker jederzeit gut damit zurechtkamen. Dazu suchte und fand die Intendanz mit SPIRIT/21 einen geeigneten Partner, der sich auf der technischen Seite gut auskennt, von sich aus ein großes Interesse an klassischer Musik mitbrachte und bereit war, mit dem SKO gemeinsam Neuland zu betreten.

Herausforderungen

Dieses außergewöhnliche Digitalisierungsprojekt war nicht nur für das SKO, sondern auch für die IT-Experten von SPIRIT/21 etwas ganz Besonderes. Die Einführung der digitalen Notenblätter war nicht mit einem klassischen IT-Projekt vergleichbar. Musik und Technik – zwei völlig unterschiedliche Welten - trafen aufeinander. Die IT-Experten mussten sich in die Welt der Profi-Musikerinnen und Musiker hineindenken und mit unbekannten Abläufen vertraut machen, um herauszufinden, wo die Knackpunkte und die Mehrwerte der Digitalisierung dieses traditionell geprägten Umfelds liegen.

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Umsetzung

Parallel dazu liefen im Hintergrund die typischen IT-Arbeiten: Ein Mobile Device Management (MDM) System wurde aufgebaut, mit dem die iPads und verschiedenen Applikationen verwaltet und sicher in die vorhandene IT-Infrastruktur eingebunden werden können. Hier kam eine Lösung von Jamf ins Spiel. Durch das MDM Jamf Pro konnten alle Anforderungen bezüglich Geräteverwaltung und App-Verteilung geregelt werden. Wie bei allen Digitalisierungsprojekten konzentrierten sich die SPIRIT/21 Experten auch hier nicht allein auf die Technik, sondern auf weitere wichtige Aspekte, die für erfolgreiche Veränderungen notwendig sind: auf Kommunikation, Zusammenarbeit und Organisation. Durch die intensive Partnerschaft von Jamf und SPIRIT/21 hatte das SKO ein eingespieltes Team zur Seite. So wurde das Projekt in kürzester Zeit erfolgreich umgesetzt. Beim Stuttgarter Kammerorchester wurden u.a. mehrere Online-Schulungen und Workshops durchgeführt, um die Musikerinnen und Musiker mit der Bedienung der iPads vertraut zu machen.

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Ergebnisse

Der Einsatz von iPads bringt viele Vorteile mit sich: Die Musikerinnen und Musiker haben nicht nur jederzeit Zugriff auf die gesamte Notenbibliothek. Auch die Handhabung wird einfacher, denn es kann mit dem Fußpedal umgeblättert werden. Zudem wird die Probenarbeit erleichtert, da Eintragungen wie Tempo- oder Lautstärkeangaben mit dem Apple Pencil beliebig geändert und in Echtzeit auf iPads anderer Orchestermitglieder übertragen werden können. Dieser vernetzte Probenbetrieb spart viel Zeit. Ganz zu schweigen von den vielen Papierausdrucken, die jetzt wegfallen.

Aber nicht nur das Orchester, sondern auch das Publikum profitiert. Denn mit den iPads entsteht ein ganz neues Bühnenbild. Die Konzertbesucherinnen und -besucher sehen die einzelnen Mitglieder des Orchesters besser, weil diese auf der Bühne nicht mehr hinter großen Notenständern und Pultleuchten versteckt sind.

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Fazit

Der Einsatz digitaler Notenblätter hat sich beim SKO bereits nach kurzer Zeit bewährt, mit Mehrwerten für alle Beteiligten – mehr Flexibilität und erleichterte Handhabung für das Orchester, ein verfeinertes Erlebnis für die Konzertbesucher, Pluspunkte beim Thema Umweltschutz für die Intendanz und viele neue Impulse für weitere Digitalisierungsprojekte.

Die Projektinhalte auf einen Blick

  • Implementierung Geräteverwaltung (Jamf Pro)
  • Umsetzung von Sicherheitsrichtlinien
  • Anbindung Apple Business Manager
  • Einrichtung der automatischen Geräte-Registrierung 
  • Verteilung von Standard-Applikationen (z.B. Newzik) 
  • Einbindung in die vorhandene Infrastruktur (Wifi, Mail) 
  • Multikioskmodus für Gastmusiker 
  • Orchestermodus (Do not disturb)
  • Beratung zu Nutzungsbedingungen
  • Sicherstellung von Software-Updates auf den Endgeräten
  • Betrieb der Umgebung & Support

In der zehnten Ausgabe des SKO Orchestermagazins 17 finden Sie auf den Seiten 17-20 eine ausführliche Beschreibung des Projektes. Das ganze Magazin zum Download finden Sie hier.

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