Hand, die ein Smartphone hält - grafisch fliegen Apps heraus © ra2 studio auf Adobe Stock

Teil 2: Apps schneller bereitstellen – aber wie?

Application Lifecycle Management by SPIRIT/21 - Teil 2: Wie Abläufe effizient gestaltet und Durchlaufzeiten verkürzt werden können.

Dies ist der zweite Artikel einer mehrteiligen Serie zum Thema Application Lifecycle Management. Im ersten Teil haben wir uns den Abläufen, Herausforderungen und den beteiligten Stakeholdern gewidmet. In Teil 2 beschreiben wir, wie durch den Einsatz spezieller Software Abläufe effizient gestaltet, Stakeholder optimal eingebunden und Durchlaufzeiten von einigen Tagen auf wenige Minuten reduziert werden können.

Das Bereitstellen einer App bzw. eines App-Updates kann sich gerade in großen Organisationen zu einem komplexen, intransparenten und sehr zeitintensiven Procedere entwickeln (vgl. Teil 1). Dies liegt vor allem an den vorwiegend manuellen Abläufen und indirekten Rückmeldungen an die Beteiligten innerhalb eines Prozessschrittes.  

Passende Softwarelösungen beschleunigen die Prozesse

Im Folgenden skizzieren wir den Ablauf mit Unterstützung von incapptic Connect, einer Software von MobileIron, die das Managen von App-Release-Prozessen erheblich erleichtert.

Startpunkt des Prozesses bleibt der Fachbereich, der eine bestimmte Applikation benötigt. Der Produktverantwortliche kann nun die Entwickler in incapptic Connect einbinden, die die App selbstständig und unkompliziert im System hochladen. Dabei erfolgen erste automatisierte Plausibilitätstests, wie z.B. Versions- oder Build-Nummer, Größe und Verfügbarkeit der Icons, korrekte Dateistruktur, etc.. Durch direkte Rückmeldungen können die Entwickler selbständig etwaige Anpassungen vornehmen und es wird sichergestellt, dass nur formal korrekte Inhalte in den weiteren Prozess gelangen. Ohne diese Prüfungen würden Fehler erst deutlich später im Prozess sichtbar und müssten aufwändig korrigiert werden.

Automatisierung reduziert Fehlerquellen und vereinfacht den Rollout

Im nächsten Schritt wird die App automatisch paketiert und signiert. Die hierzu ggfs. notwendigen Push-Zertifikate oder Provisioning-Profile werden vom System automatisch bei Apple oder Google generiert und eingebunden. Die ursprünglichen Aufgaben des Publishing-Teams sind somit vollständig automatisiert und ohne Medienbrüche in den Ablauf integriert.

Anschließend wird die App unternehmensweit an die verschiedenen Nutzer ausgerollt. Anhand konfigurierbarer Workflows kann die App direkt aus incapptic Connect über ein entsprechendes UEM-System an die gewünschte Zielgruppe verteilt werden. Die benötigten App-Dateien und notwendige Konfigurationen werden automatisch in das jeweilige UEM-System provisioniert. Dabei unterstützt das System sowohl MobileIron selbst als auch Microsoft Intune und VMware Workspace ONE UEM.

Selbstverständlich kann dieser Prozess um diverse Qualitätsstufen erweitert werden. So empfehlen wir, den Produktverantwortlichen nur auf einen eingeschränkten Anwender- bzw. Test-Anwender-Kreis zu berechtigen. Vor der Verteilung einer produktiven Applikation an die Anwender sollte die App durch eine zentrale Rolle anhand eines standardisierten Tests überprüft und auch nur von eben dieser veröffentlicht werden. Aufgrund der engen Verbundenheit zwischen UEM- und App-Release Management eignet sich das UEM-Team für diese Rolle. Neben dem fachlichen Knowhow, das für die Verteilung von Apps benötigt wird, kann dieses Team auch die Auswirkungen auf den Betrieb des UEM-Systems abschätzen.

Die o.g. Darstellung zeigt auf, wie sich durch eine integrierte Plattform die notwendigen Prozesse transparenter gestalten und weitgehend automatisieren lassen. Auch im weiteren Verlauf des App-Life-Cycle, kann incapptic Connect wertvolle Dienste leisten. So stellt das System z.B. Statistiken zur App-Nutzung für die jeweiligen Produktverantwortlichen bereit. Aus Betriebs- und Supportsicht ist das Feature zur Warnung von ablaufenden Provisioning-Profilen interessant, wodurch sichergestellt wird, dass Applikationen rechtzeitig erneuert werden. Erfolgt dies nicht, können die Apps nicht mehr verwendet werden.

Nachstehend haben wir Vorteile und Funktionen des Systems zusammengefasst. Hierbei sind auch weitere wichtige Aspekte von App-Release-Prozessen aufgeführt, welche wir bis jetzt nicht behandelt haben. Die Themen Sicherheit & Compliance stellen wir Ihnen in Teil 3 App Publishing: Security & Compliance stets im Blick vor.

Vorteile von incapptic Connect im AppReleaseProzess

  • Schnelle Bereitstellung von Updates, Bug-Fixes, Security-Fixes
  • Vermeidung von menschlichen Fehlern
  • Kosteneinsparung durch Vereinfachung & Automatisierung der Prozessabläufe
  • Einsicht in die Nutzung von Applikationen
  • Einhaltung von internen Richtlinien und Vorgaben der App Stores
  • Transparenz durch Log-Dateien & Audit-Trails
  • Erhöhte Sicherheit durch rollenbasierte Zugriffe und gesicherte Übertragung von Daten

Funktionen von incapptic Connect im App-Release-Prozess

  • Self-Service-Funktionen für Entwickler und Produktverantwortliche
  • Genehmigungs-Workflows
  • Automatische Signierung des App-Codes
  • Automatische Generierung von Push Notification Zertifikaten
  • Überprüfung von Metadaten
  • Integration von CICD-Toolchains (z.B. Jenkins)
  • Direkte Provisionierung der Apps in die EMM Systeme
  • Überwachung der Gültigkeit von Zertifikaten & Profilen

Adalbert Blawatt, Consultant

ablawatt@spirit21.com

Als Experte für App Lifecycle Management und das Android Ökosystem ist Albert in unserem UEM Team verankert. Fachbereiche beim Rollout und Management von Apps zu unterstützen ist sein Steckenpferd. Beim Troubleshooting mit Entwicklern und EMM Teams taucht er regelmäßig in die Untiefen der Technik ab.

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